Die „Kultur-Gesellschaft Hayner Vereine GbR“ und ihre Ziele
Das Hayner Burgfest wird seit 1939 als Nachfolgeveranstaltung der damals legendären „Burgfestspiele Dreieichenhain“ veranstaltet. Bis 1998 lag die Trägerschaft in den Händen verschiedener Vereine. Um alle organisatorischen und haftungsrechtlichen Einzelheiten einer immer populärer werdenden Mittelalter-Veranstaltung eindeutig zu regeln, gründeten im Jahr 1998 die das Hayner Burgfest tragenden Vereine und das Dreieich-Museum eine „Gesellschaft bürgerlichen Rechts”, die „Kultur-Gesellschaft Hayner Vereine GbR”.
Dieser Name wurde bewusst gewählt. Zum einen soll zum Ausdruck gebracht werden, dass es Ziel der Organisatoren ist, mit dem Hayner Burgfest eine mittelalterliche Kultur-Veranstaltung auf höchstem künstlerischen Niveau zu veranstalten. Zum anderen soll die Bezeichnung hervorheben, dass Dreieichenhainer Vereine unverändert hinter der Organisation stehen. Denn erst das ehrenamtliche Engagement verleiht dem Hayner Burgfest in Ergänzung zu der einzigartigen Kulisse das unvergleichliche Flair und den nichtkommerziellen Charakter, den so viele Besucher, Künstler und Handwerker schätzen.
Mit Bedacht und Nachhaltigkeit sowie vielen innovativen Schritten gelang es inzwischen eine führende Position unter Deutschlands Mittelalter-Veranstaltungen einzunehmen. Mit dem erzielten Bekanntheitsgrad weit über die Landesgrenzen hinaus wurde das Ziel erreicht, das Image und den Bekanntheitsgrad der Stadt Dreieichenhain, der Großgemeinde und der Landschaft Dreieich sowie des Rhein-Main-Gebietes zu fördern. Als Dreieichenhainer Vereine ist uns dabei besonders daran gelegen, das örtlichen Gewerbe zu fördern. Denn wir führen mit dem Hayner Burgfest Tausende zusätzliche Besucher in unsere historische Altstadt, die im Einzelhandel, in der Gastronomie und in der Hotellerie für zusätzliche Steuereinnahmen und damit verbundenen Beschäftigungseffekten sorgen. Deshalb sind wir auch bemüht, sämtliche Aufträge rund um das Hayner Burgfest an heimische Zulieferer und Handwerker zu erteilen.
Selbstverständlich ist uns auch daran gelegen, der heimischen Bevölkerung ein hochwertiges kulturelles Angebot zu erhalten bzw. in jedem Jahr durch wechselnde Schwerpunkte neu zu erschaffen. Hintergrund ist die Bereicherung des kulturellen Lebens in Dreieichenhain als Ausdruck von Lebensqualität und Urbanität, was letztendlich die Auswirkungen eines plötzlichen Stadtteildaseins abfedern soll.
Vor diesem Hintergrund ist uns trotz der enormen Kosten ein attraktives Preis-/Leistungsverhältnis über günstige Eintrittspreise ein besonderes Anliegen. So sehen wir uns als Mittler zwischen Sponsoren auf der einen Seite und Bewohnern und Besuchern auf der anderen Seite. Die nicht unerheblichen Sponsorengelder fließen uneingeschränkt in die Gestaltung unseres attraktiven Programms. Damit sich die finanzielle Belastung von Familien in Grenzen hält, legen wir Wert auf ein weitgehend kostenloses und eigenständiges Kinderprogramm.
Nicht zuletzt ist es unsere Intention, Geschichte erlebbar zu machen. Die lebendige Vermittlung vergangener Lebensformen erreichen wir über unsere Auswahlkriterien für Künstler, Handwerker, Händler und Lagergruppen. Unsere Qualitätsstandards und gestalterische Maßnahmen garantieren ein Höchstmaß an Authentizität. Unser Motto „Mittelalter authentisch erleben“ sehen wir als Selbstverpflichtung.
Über das Geschehen auf den Bühnen, auf dem Mittelalter-Markt „Herrenborn“, in den Lagerbereichen und auf dem Turnierplatz (nicht jährlich) hinaus ist es auch unsere Absicht, historische Fakten zu vermitteln. Jährlich wechselnde Schwerpunktthemen, ein wissenschaftliches Begleitprogramm, Sonderausstellungen im Dreieich-Museum und gezielten Handwerkervorführungen unterstützen dieses Ziel.

