Hayner Burgfest 2009: Annwn – Das geheimnisvolle Reich der Kelten
- Gleich zwei Weltpremieren in Dreieichenhain 2009! –
Das Hayner Burgfest findet alljährlich am zweiten September-Wochenende in Dreieichenhain, eine der letzten historischen Oasen der Region Rhein-Main, statt. Die Ruinen der Reichsburg „Hayn in der Dreieich“ und der Turmburg „Hagen“ sowie die malerischen Altstadt bilden einen perfekten und unvergleichlichen Rahmen für diese außergewöhnliche und anspruchsvolle Veranstaltung.
In diesem Jahr begleitet das Hayner Burgfest seine Besucher auf eine sagenhafte Reise nach „Annwn“ (gesprochen Annuin). Dieses geheimnisvolle Land entstammt der keltischen Mythologie und lässt sich mit „Anderswelt“ übersetzen. Für die Kelten war dies eine parallel existente Welt, welche man im Leben nach dem Tode betrat, um dort ein paradiesisches Dasein zu führen.
Bis heute leben keltische Bräuche in Dreieichenhain an Pfingsten während der Haaner Kerb (Kirchweih) fort. Die Kerbverbrennung, ein uraltes Ritual, das an das keltische Beltaine-Fest anknüpft, wird am Freitagabend in keltisch-mythische Zeiten zurückver-setzt. Ein altüberliefertes Feuerfest taucht die Zuschauer in eine geheimnisvolle Atmosphäre und führt in längst vergangene Jahrhunderte zurück.
Im Schatten des „Weltenbaums“, während der Haaner Kerb in Dreieichenhain der „Kerbbaum“, entfaltet sich ab Freitagmittag buntes Treiben. Der Mittelalter-Markt „Herrenborn“ öffnet mit rund 100 Ständen seine Pforten. Handwerker, Händler, Hökerer, Tavernen, Bettler und weiteres buntes Volk ebnen den Weg in ein anderes Zeitalter. Vermeintlich vergessene Berufe erwachen erneut zu lebendigem Handwerk: Bader, Barbier, Medicus, Stockbrotbäcker, Perlendreherin, Lederpunzierer, Kistler, Zinngießer, Fahnenmaler und viele andere mehr.
Der Freitagabend startet bereits mit einem ersten Höhepunkt: der „Nacht zwischen den Welten“, musikalisch untermalt mit einem phantastischen Konzert von „Faun“, einer der erfolgreichsten deutschen Bands aus der Mittelalter-Szene. Mit ihrer zauberhaften keltisch-mittelalterlichen Musik reißen sie ihre rasant wachsende Anhängerschaft mit in eine mythische Welt zum Tanzen und Träumen. Als Vorgruppe begeistert einmal mehr die Hausband „Tumultus Simplex“ mit ihren einzigartigen, brachial-melodiösen Klängen, die an diesem Abend für ihre erste Live-CD mitgeschnitten werden. Die Stunden nach den Konzerten stehen im Zeichen monumentaler Feuershows.
Am Samstagabend folgt nach dem großen Tavernenspiel, einer kurzweiligen Revue mit allen teilnehmenden Gauklern und Vaganten, ein Konzert der Band „Saor Patrol“, seines Zeichens die führende und wildeste Mittelalter-Band aus dem keltischen Schottland. Den Abschluss bildet die bildgewaltige Inszenierung „Anwyn – eine phantastische Reise“. Basierend auf Überlieferungen aus der keltischen Mythologie
entsteht derzeit unter der Regie von Torsten Schördling in Zusammenarbeit mit der Artistik- und Performancegruppe „JuxArt“ ein theatrales Märchen in einer einzigartigen Mischung aus Artistik, Jonglage, Stelzentheater und Feuerspektakel.
Endlich, nach dreijähriger Pause, bereichert wieder ein „höfischer Turneyplatz“ das Festgelände. Die „Ritter aus Leidenschaft“ und die „Falknerei Horus“ präsentieren ein phantastisches Historienspektakel rund um den sagenumwobenen, keltischen König Artus und seine Ritter der Tafelrunde. Zum Einsatz kommen neben einer Vielzahl von Rittern mit ihren Rössern und einem kämpfenden Heer auch selten zu erlebende keltische Streitwagen. Sowohl dieses epische Ritterturnier als auch die Anwyn-Show feiern in diesem Jahr ihre Weltpremiere.
Nicht nur bei dieser atemberaubenden Reiterschlacht um Britannien steht das magische Schwert „Excalibur“ im Vordergrund. Auch Kinder werden die Gelegenheit haben, das Schwert, wie in der berühmten Legende, aus dem Stein zu ziehen. In limitierter Sonderauflage wird sogar ein exklusives Excalibur-Schwert angeboten.
Wie in jedem Jahr werden auch die kleinen Festgäste wieder einiges erleben können: das Figuren- und Erlebnistheater „Vom kleinen Volke“ entführt die Kinder in das Reich keltischer Sagen. Mittelalterliches Handpuppentheater, Holzwurmcircus und das kleinste Riesenrad der Welt unterhalten auf dem Burgplatz nicht nur die jüngsten Burgfestbesucher. Zahlreiche mittelalterliche Spielangebote lassen sich, verteilt über das gesamte Festgelände, finden.
Mehrere Hundert Mitwirkende und das wunderschöne Ambiente machen das Hayner Burgfest zu einem einzigartigen, phantastischen Spektakel. Gaukler, Akrobaten, Spielleute, Schauspieler, Feuerkünstler, Ritter und Heerlagergruppen erwecken während der drei Festtage längst vergangene Zeiten. Zwischen den Marktständen, auf der Freilichtbühne, auf dem Turnierplatz und in den Heerlagern gilt es immer wieder neue Attraktionen zu erleben. Mitreißende Musik sowie zwerchfellerschütternde Gaukler und Vaganten lauern an allen Ecken und Enden. Und dieser Programmfülle zollen die Veranstalter in diesem Jahr erstmalig Tribut: denn statt einer zweiten Marktbühne wird der gesamte Mittelalter-Markt „Herrenborn“ zu einer einzigen, großen Spiel- und Erlebnisfläche.
Umzüge, Bogenturnier, Gottesdienst, keltische Hochzeiten, Greifvögel-Shows, Barbiertheater, Schaukämpfe, Handwerkervorführungen und ausgefallene Workshops bereichern das Programm. Zur wissenschaftlichen und lebendigen Auseinander-setzung mit dem Schwerpunktthema laden Vorträge, keltische Messen und Aus-stellungen ein. Aber die Welt der Kelten findet sich nicht nur im umfangreichen Kultur-Programm wieder: „Alu“, Bier aus dem keltischen Irland, und „Uisge Beatha“, Whiskey aus dem keltischen Schottland, dürfen selbstverständlich nicht fehlen – eben wieder ein Erlebnis für alle Sinne: das Hayner Burgfest 2009.
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