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Programmheft 2011

Hier können Sie sich unser Programmheft zum Hayner Burgfest 2011 im pdf-Format herunterladen.
»Hayner Burgfest 2011 (4,34 MB)

Hayner Burgfest 2012

7. bis 9. September 2012
„Mercatus annualis – Gilden, Zunft und Gaukeley”
475 Jahre Herrenborn

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Beteiligung der IG Haaner Kerbborsche e.V. am Hayner Burgfest

Pressemitteilung der IG Haaner Kerbborsche e.V. anlässlich deren Beteiligung am Hayner Burgfest 2009

Haaner Kerbbräuche während des Hayner Burgfestes 2009

Ein Hauch von Kerbstimmung wird am kommenden Freitag (11. September) in Dreieichenhain aufkommen. Das mag merkwürdig anmuten, findet doch die Haaner Kerb an Pfingsten im Mai oder im Juni eines jeden Jahres statt.

Anlass ist das anstehende Hayner Burgfest mit seinem jährlich wechselnden Schwerpunktthema. Die Erkenntnis, dass in Dreieichenhain während der Haaner Kerb unverändert uralte Bräuche mit keltischem Hintergrund gepflegt werden, brachte nämlich die Initiatoren der „Kultur-Gesellschaft Hayner Vereine“ auf die Idee, das Hayner Burgfest 2009 unseren keltischen Vorfahren zu widmen. Zu diesen alten keltischen Bräuchen zählen unter anderem der Kerbbaum, die Kerbpuppe, Strohkreuze oder die Kerbverbrennung.

Die „Interessengemeinschaft Haaner Kerbborsche“ war sofort von dieser Idee überzeugt und erklärte sich spontan bereit, die entsprechenden Programmpunkte während des Hayner Burgfestes zu übernehmen. Die nächstjährigen Kerbborsche – tragen die Verantwortung für die Ausführung der Aktionen.

So beginnt in diesem Jahr das Hayner Burgfest ausnahmsweise wie die Haaner Kerb. Am Freitag (11. September) wird der Kerbbaum nach altüberlieferter Tradition um 16.00 Uhr aufgestellt. Einziger Unterschied ist der Name. Denn zur Zeit der Kelten hieß der Baum „Weltenbaum“. Dieser Weltenbaum ist Fruchtbarkeitssymbol sowie weltliches und spirituelles Zentrum. Die Menschen treffen sich seit jeher unter diesen Bäumen um Feste zu feiern und zu Tanzen. Deshalb wird er meist in der Nähe traditioneller Stätten aufgestellt. Für das diesjährige Hayner Burgfest bedeutet dies, dass er am bekannten Ort im Schatten des Mittelalter-Marktes „Herrenborn“ aufgestellt wird. Der „Herrenborn“ ist übrigens ein Volksfest aus dem Mittelalter, das in Dreieichenhain vor 472 Jahren erstmals urkundlich erwähnt wird.

Enden wird der Freitagabend mit einem keltischen Feuerfest, bei dem die Kerbver-brennung in keltisch-mythische Zeiten zurückversetzt wird. Inhaltlich wird dabei an das keltische Beltaine-Fest angeknüpft, das der Ursprung der Kerbverbrennung ist.

Eingetaucht in eine geheimnisvolle Atmosphäre erfahren die Zuschauer zunächst Wissenswertes über den Kern des Hainer Kerbbrauchtums. Danach segnen nach alter Tradition ein Druide und eine Hohepriesterin den Festplatz. Eingerahmt von vielen Feuerstellen und begleitet von mittelalterlicher Musik folgen Feuershows von verschiedenen Künstlergruppen. Dazwischen werden nach uraltem Brauchtum die Haaner Kerbborsche 2010 die Strohkreuze und die Strohpuppe verbrennen.

Vor allem mit diesem Programmpunkt soll nicht nur der heimischen Bevölkerung, sondern auch der Verwaltung und den Medien, bewusst gemacht werden, dass gerade in Dreieichenhain noch ein Jahrhunderte altes Brauchtum gepflegt wird. Nicht zuletzt soll auch den Kerbborschen, die dieses Brauchtum pflegen, die Hintergründe ihres Handels bewusst gemacht werden.

Das Feuerfest beginnt um ca. 22.15 Uhr auf dem Turnierplatz, der neben dem Parkplatz vor dem Untertor aufgebaut wird. Der Eintritt ist frei.

Der Besuch der Kerbbaumaufstellung und des Feuerfestes bietet einmalig die Gelegenheit, herbstliche Kerbstimmung zu spüren. Schließlich sind die Dreieichenhainer die einzigen in Südhessen, die Ihre Kerb im Frühjahr feiern. Da die Hessen nicht feiern und trinken, sondern auf dem Feld arbeiten sollten, ordnete der Landgraf von Hessen die Verlegung aller Kirchweihfeste in den Herbst an. Doch die Haaner widersetzten sich als einzige mit ihrem ausgeprägten Selbstbewusstsein dieser Anordnung.

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