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Programmheft 2011

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»Hayner Burgfest 2011 (4,34 MB)

Hayner Burgfest 2012

7. bis 9. September 2012
„Mercatus annualis – Gilden, Zunft und Gaukeley”
475 Jahre Herrenborn

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Handfasting: Heiraten beim Hayner Burgfest

In diesem Jahr besteht für Brautpaare wieder die Gelegenheit, sich nach einer keltischen Zeremonie, „Handfasting” genannt, trauen zu lassen. Die Trauungen finden am Burgweiher auf dem Druidenhügel hinter der Turmburg statt.

Die Zeremonie wird durchgeführt von dem Druiden „Pentagoras“.

Handfasting ist die Vermählung zweier sich Liebender. In der heutigen Zeit spricht man auch von „Hochzeit“ – viele Menschen haben dabei vergessen, dass “Hochzeit” von “Hoch – Zeit” kommt, was bedeutet, dass dies die höchste Zeit im Leben zweier sich Liebender beinhaltet. Allerdings liegt der Unterschied einer Hochzeit zu einem Handfasting in vielen Bereichen. Bei einem Handfasting bereiten die „Brautleute“ gemeinsam das „Handfasting“ vor. Es beinhaltet viele Dinge, welche gemeinsam getan werden müssen, bevor das eigentliche Fest stattfinden kann. Wer sich für das Handfasting entscheidet, der wird von mir ausführlich über den Ablauf des Festes unterrichtet. Ebenso über den Termin – dies bedeutet, dass ihr einen Termin wählen solltet, der an einem Feiertag stattfindet. Lugnasadh eignet sich hierfür besonders. Die Zeit sollte zwischen Beltane und Samhain liegen.

Es ist immer schön, wenn auch das Umfeld “stimmt” – so ist ein Handfasting auf einem Mittelalter-Markt nicht nur ein Augenschmaus, sondern hat auch das richtige Ambiente. Falls Ihr ein Handfasting begehen wollt, so wäre das während des Hayner Burgfestes gegeben.

Das Brautpaar sollte auf alle Fälle “gewandet” sein. Wenn die Gäste ebenfalls in Gewandung erscheinen, wird es sicher ein unvergessliches Fest.

Ist Handfasting eine bindende Lebensgemeinschaft im Sinne einer „Ehe“? Ein klares JA! ist die Antwort. Der Unterschied zu einer anderen Konfession besteht darin, dass Ihr Euch für einen gewissen Zeitraum das Ja – Wort gebt. Ihr habt traditionell die Möglichkeit zu wählen von einem Jahr und einen Tag, bis zur Ewigkeit. Die Ehe wird vor Gott geschlossen, so wie es schon seit Urzeiten der Brauch ist. Bedenkt, dass der keltische Glaube der älteste seit Bestehen der Erde ist. Aus ihm sind alle anderen Glaubensbekenntnisse hervor gegangen.

Wollt Ihr das Fest so feiern, wie es in der „alten Zeit“ gefeiert wurde, so müsst Ihr drei Tage für das Handfasting rechnen. Viele Aufgaben warten auf Euch, welche Ihr gemeinsam zu bewältigen habt. Ist euch das traditionelle Handfastung zu aufwendig, so kann es auch während einer keltischen Messe zelebriert werden.

Das Ritual des Handfastings

Das Handfasting ist eine keltische Hochzeit, im Volksmund auch “Hexenhochzeit”, oder “Wiccahochzeit” genannt.

Ich stelle hier die tradizionelle Zeremonie des Handfastings dar. Dabei habe ich auf die zwei Tage, in der Darstellung verzichtet, in denen das Paar sich zusammen mit mir auf das Handfasting vorbereiten.

Da es für das Handfasting keine festen Regeln gibt, hängt es auch immer von der Jahreszeit ab, wann und wie es durchgeführt wird. Grundsätzlich sollte es aber nicht vor Beltane und nach Samhain sein.

Die traditionellen Abläufe:

Das Brautgespräch ist geführt, damit das Brautpaar auch den Ablauf kennt. Es muss wissen, was es alles für das Fest benötigt.

Ich habe den Ort, an welchem das Handfasting gefeiert wird, vorbereitet. Dort ist der Altar aufgebaut, auf dem Blumen, Wein, Brot für das Paar bereit liegen. Zwei weiße Kerzen stehen auf dem Altar. Die Altardecke ist der Zeremonie entsprechend festlich. Ferner stehen je ein Kelch mit Salzwasser und Meet bereit. Ein ungesäuertes Brot liegt daneben. Eine Räucherung darf auf keinen Fall fehlen. Um den Altar ist ein Ritualkreis errichtet. Im Kreis befinden sich Teile der vier Elemente (Wasser, Feuer, Erde, Luft), welche wir später benötigen. Vor dem “Eingang” hat sich der “Kreiswächter” postiert. Er achtet darauf, dass keine negative Energie in den Kreis gelangt.

Das Brautpaar tritt in den Ritualkreis. Sobald es diesen betreten hat, schließt der “Kreiswächter” den Ritualkreis und versiegelt ihn mit dem Bannkreis. Das Brautpaar steht vor mir. Ich frage zuerst die Braut: “Bist du (Name der Braut) heute aus freien Stücken hier zu dieser Feier gekommen?” Die Braut antwortet entsprechend. Danach frage ich den Bräutigam. Braut und Bräutigam werden bei mir nicht von Personen (Brautführern) zu mir geführt, sondern kommen aus freien Stücken, selbst zu mir an den Altar. Nun frage ich die Anwesenden: “Ist jemand hier unter Euch, der gegen diese Verbindung etwas einzuwenden hat, so spreche er jetzt, oder schweige in alle Ewigkeit!” Gibt es keine Einwände, so wird das Fest wie folgt fortgesetzt: Die Anwesenden Gäste bilden einen Kreis um den Ritualkreis des Altars. Nachdem das Paar vor dem Altar steht, begrüße ich die vier Elemente, indem ich sie nacheinander hochhebe und beschwöre. Sollte es widererwartend Einwände geben, so ist das Fest damit beendet. Dies geschieht aber auch nach einem Ritual. Es geht keiner der Brautleute einfach so aus dem Kreis.

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