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Programmheft 2011

Hier können Sie sich unser Programmheft zum Hayner Burgfest 2011 im pdf-Format herunterladen.
»Hayner Burgfest 2011 (4,34 MB)

Hayner Burgfest 2012

7. bis 9. September 2012
„Mercatus annualis – Gilden, Zunft und Gaukeley”
475 Jahre Herrenborn

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"Lauschet den Scholaren"

Vorträge, Trancen und Workshops im Burgkeller
(Zugang am Burgweiher neben dem Untertor)

Das gewohnte wissenschaftliche Begleitprogramm bietet neben der reinen Unterhaltung auch die Möglichkeit einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem diesjährigen Schwerpunktthema. Selbstverständlich sind in diesem Jahr die Vorträge Gauklern und Narren gewidmet. Jörg von Winterfeld, selbst seit 20 Jahren Gaukler, berichtet von seinem spannenden Leben als Geschichtenerzähler und Komödiant. Der Historiker Jörg Dendl schildert, wie sich das gemeine Volk im Vergleich zum Hofe vergnügte. Gernot Exter, Eulenspiegelkurator der Stadt Mölln und Vorsitzender der “Eulenspiegel-Gilde zu Mölln”, widmet sich dem Leben Till Eulenspiegels. Als Quelle dient ihm u.a. das vor exakt 500 Jahren erschienene Eulenspiegelbuch von Hermann Bote.

Samstag, der 10. im September A.D. 2011

14.00 Uhr Mittagstrance mit der Hexe und Heilerin Raven diu Hagzissa

15.00 Uhr Die Wahrheit über Eulenspiegel, dargeboten von Gernot Exter

Wer kennt ihn nicht? Till Eulenspiegel, den lustigen Helden zahlloser Kinder- und Jugendbücher? Die “Wahrheit über Till Eulenspiegel” sieht allerding anders aus. In dem Buch “Ein kurzweilig Lesen von Dil Ulenspiegel”, das vor genau 500 Jahren erschien, wird ein anderer Till dargestellt. Die Interpretationen seiner Person sind unterschiedlich und reichen vom simplen Spaßmacher bis zum weisen Narren, vom boshaften Schalk bis zum Revolutionär. Gernot Exter führt in seinem Vortrag dazu Beispiele an , gibt Hinweise und zeigt, dass Till Eulenspiegel, obwohl er im Jahre 1350 in Mölln begraben wurde, gerade hier noch heute höchst lebendig ist.

16.00 Uhr „Uff Markt und Anger“ – Unterhaltung für die unteren Stände im Mittelalter, referiert von Jörg Dendl

Musik und Tanz, Schauspieler und Marktschreier waren im Mittelalter die Unter-haltungen des einfachen Volkes. Dabei bewegten sich nicht nur die Schauspieler und Sänger immer am Rande der Gesellschaft, wurde auch ihr Publikum von kirchlichen Autoritäten überwacht. Sie sollten alle nicht über die Stränge schlagen – was allzu oft geschah. Deftige Lieder, mitreißende Tänze, schrille Possen und die Satiren der Vaganten waren die Unterhaltung des Mittelalters. Aus dem Fundus mittelalterlicher Alltagsdichtung wird es eine Reihe von Beispielen geben.

17.00 Uhr Küche im Mittelalter, vorgestellt von David Wolfheimer

David Wolfheimer wird die Hauptnahrungsmittel des Mittelalters vorstellen. Zur Sprache kommen die damals bekannten Lebensmittel, woraus sich für den Zuhörer die noch nicht bekannten Lebensmittel ableiten lassen.

18.00 Uhr “Eine Reise durch Schottland” – (Whisky-Seminar),

zelebriert von Andy McNeill (anmelde- und gebührenpflichtig)

20.30 Uhr Abendtrance mit der Hexe und Heilerin Raven diu Hagzissa

Sonntag, der 11. im September A.D. 2011

12.00 Uhr Morgentrance mit der Hexe und Heilerin Raven diu Hagzissa

14.00 Uhr Was wär´ das Leben ohne Gaukeley? Erzählt von Gaukler Magister von Winterfeld

Seit über 20 Jahren ist der Magister von Winterfeld nun schon als Geschichtener-zähler und Komödiant unterwegs. Wieso wird man Gaukler? Wie lebt es sich heute in unserer Gesellschaft als “Randfigur”? Was hatten die Gaukler im Mittelalter für einen Status, für eine Funktion? Und warum wirds sie immer geben?

Ein Vortrag mit viel Wissenswertem & Wahrhaftigem, und natürlich Manchem, was aus der Luft gegriffen ist oder scheint. Wie kann es anders sein, wenn ein Gaukler erzählt…?

15.00 Uhr „Uns ist aus alten Mären…“ – Wie man sich bei Hofe unterhalten ließ, dargestellt von Jörg Dendl

Die höfische Kultur brachte im Hohen Mittelalter eine Literatur von höchster Qualität hervor. Die Dichter kamen dabei zum Teil aus dem höchsten Adel, selbst Kaiser dichteten Minnelieder. Und von Hof zu Hof zogen Literaten wie Wolfram von Eschenbach, Heinrich von Veldeke und Walther von der Vogelweide. Sie formten mit ihren Werken die Kultur ihrer Epoche, indem sie das Lob des christlichen Ritters sangen, ihm einen Ehrenkodex gaben und die “Hohe Minne” pflegten. In diesem Vortrag werden die wichtigsten Werke und ihre Autoren vorgestellt.

16.00 Uhr Die Wahrheit über Eulenspiegel, dargeboten von Gernot Exter

Till Eulenspiegel: Mit dem “Wörtlichnehmen” von Redensarten, mit Schlauheit und Witz spielt er seinen Mitmenschen viele Streiche. In 96 “Historien” schildert der Autor des vor 500 Jahren erschienen Eulenspiegel-Buches wie “ein behend listiger und durchtriebener, eines Buren Son”, ein Mann aus dem ganz einfachen Volke also, die Obrigkeit narrte, Mit seinen oftmals derben und auch für die damalige Zeit anstößigen und gemeinen Streichen zeigt er sich den selbstherrlichen Handwerksmeistern, hohen Adelsherren und habgieren Pfaffen mit seinen Narreteien überlegen. Er ist schlauer als sie, führt sie an der Nase herum und fügt ihnen oft auch erheblichen Schaden zu. Mit Hilfe des Eulenspiegel-Buches wie auch anderer Quellen stellt Gernot Exter Deutschlands bekanntesten Narren vor.

Programmänderungen vorbehalten.